Programm

„Begegnung wählen – Frieden erleben!“

Wir freuen uns nun schon über die 7. Wiederauflage des Hamburger Ramadan Pavillons, dieses Jahr unter dem Motto „Begegnung wählen – Frieden erleben!“.

Die letzten erschütternden Ereignisse in Christchurch / Neuseeland, bei denen 50 Menschen erschossen wurden und weitere 34 zum Teil schwer verletzt wurden, als sie sich in der Moschee zum Gebet versammelt hatten, sind ein weiterer Beleg für den steigenden antimuslimischen Rassismus und Hass auf Muslime, nicht nur in Neuseeland und Australien, sondern auch bei uns in Deutschland. Rechtsradikale und -populisten erhalten immer mehr Zulauf, offener Rassismus wird immer lauter und wir erleben vermehrt Übergriffe auf Muslime und Moscheen. Dennoch zielt dieser Terror auf uns Alle, auf unser Zusammenleben in einer offenen, demokratischen und pluralistischen Gesellschaft.

Wir sind überzeugt, dass wir einem friedlichen Miteinander in unserer Gesellschaft nur durch Begegnung, Dialog, Austausch, gegenseitiges Kennenlernen, Zusammenarbeit und positive gemeinsame Erlebnisse näher kommen. Dazu leisten wir durch den Hamburger Ramadan Pavillon unseren Beitrag:

  • Der Ramadan Pavillon trägt als Kooperationsprojekt verschiedener muslimischer und nicht-muslimischer Institutionen dazu bei, die Vernetzungs- und die interkulturelle und interreligiöse Dialogarbeit im Stadtteil zu intensivieren.
  • Der Pavillon bietet bereits in der Planungsphase viel Raum für Begegnung von Menschen aus verschiedenen Institutionen, aus verschiedenen Religionen, Kulturen, und sogar Menschen unterschiedlichen Alters kommen zusammen. Die Zusammenarbeit in den bunt gemischten Arbeitsgruppen sind der Aufhänger für die Themen Religiosität, Identität, Teilhabe, Demokratie und Zugehörigkeit. Dabei wird (langfristig) ein reflektiertes Selbstverständnis und einen konstruktiver Umgang mit religiösen und nichtreligiösen Normen und Werten gefördert und alternative Orientierungen und Handlungsoptionen zu islamfeindlichen, islamistischen und ethnisierenden Weltbildern aufgezeigt.

  • Der Pavillon bietet als Plattform für Begegnung und persönlichen Austausch über Kunst, Kultur und Religion die Möglichkeit, Spaltungen in der Gesellschaft vorzubeugen und bestehende Vorurteile friedlich und konstruktiv entgegenzuwirken.

  • Die Kooperation mit Beratungsstellen zu Antidiskriminierung und antimuslimischen Rassismus, die auf dem Pavillon ihre Dienste und Informationen über verschiedene Handlungsmöglichkeiten präsentieren, tragen dazu bei sowohl Gäste als auch Mitwirkende

Auf jede Form der Menschenfeindlichkeit und Extremismus zu sensibilisieren und dem aktiv entgegenzuwirken.

  • Aktuelle gesellschaftspolitische Themen wie Flucht, Integration und Verständigung, Jugendbeteiligung, Gewalt und Rassismus, Religionsausübung im öffentlichen Raum werden u.a. auf der Bühne und in den Aktionszelten auf unterschiedlichste Weise präsentiert und diskutiert. Alle Angebote sind Gemeinwesen orientiert und stärken demokratische Prozesse auf verschiedenen Ebenen.

  • Vertreter aus Kirche, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft sind wesentliche Bestandteile der Eröffnungsreden, Podiumsdiskussionen und Abschlussreden und nehmen am gemeinsamen Essen zum Ende des Tages teil.

  • Auf der dreitägigen Veranstaltung, in der die Vielfalt und Schönheit muslimischen Lebens im öffentlichen Raum sichtbar werden, werden Kinder und Jugendliche hinsichtlich ihrer deutsch muslimischen Identität und ihrem Selbstbewusstsein gefördert.

  • Die interkulturelle Verständigung zwischen allen Religionen und Kulturen soll gestärkt werden. Menschen aller Hintergründe und Weltanschauungen sollen Vertrauen aufbauen, gemeinsam positive Erlebnisse haben und gemeinsam Verantwortung für unsere Stadt übernehmen.